19.03.2010, 07:45 Uhr | dpa
Verena Bentele avanciert zur überragenden Athletin bei den Paralympics 2010. (Foto: dpa)
Der deutsche Goldrausch in Kanada geht weiter. In den Loipen von Whistler feierte Verena Bentele im klassischen Fünf-Kilometer-Langlauf mit ihrem vierten Titel bei den Paralympics bei Kaiserwetter einen weiteren Triumph und fand es "absolut schön". Gerd Schönfelder raste mit nur einem Arm zum Sieg in der Alpin-Abfahrt und einen Tag später auch im Super-G - und holte sein 15. Gold insgesamt. Damit ist er mit nunmehr 21 Mal Edelmetall erfolgreichster Deutscher in der Historie der Spiele. Deutschland hat in Kanada die Goldmedaillen von Turin 2006 schon jetzt um zwei übertroffen.
Skischlitten-Fahrerin Andrea Eskau holte über fünf Kilometer "supergeiles Silber". Ebenso groß war die Freude bei der erste 17-jährigen Anna Schaffelhuber. Die Schülerin aus Regensburg fuhr in Whistler Creekside zu Bronze im Super-G der sitzenden Klasse. Für die Paralmypics-Debütantin, die zum Auftakt Vierte im Slalom geworden war, war es der erste Medaillengewinn. Den Sieg sicherte sich Claudia Lösch aus Österreich. Martin Braxenthaler sicherte sich nach zwei Mal Gold Silber im Super-G der Monoski-Fahrer. Nur der Japaner Morii Taiki war schneller als der 38-Jährige. Zuvor hatte Braxenthaler im Slalom wie im Riesenslalom die Goldmedaille erobert, in der Abfahrt war vorzeitig ausgeschieden. Jeweils Abfahrts-Dritte wurden Andrea Rothfuß und Gerd Gradwohl. Auch im Rollstuhl-Curling ging einiges schief: Das 2:9 gegen Südkorea und das 3:10 gegen Schweden bedeuteten das Aus für die deutsche Mannschaft.
Verena Bentele war erneut die Souveränin im Paralympic Park: Vier Starts, vier Mal Gold - "damit ist sie auf jeden Fall legendär", kommentierte Höfle die Serie der 28-Jährigen. "Auch die vierte Goldmedaille ist absolut schön, es ist einfach sehr gut gelaufen." Im Ziel fuhr Bentele auf Begleitmann Thomas Friedrich auf und flachste: "Der Guide ist langsam fertig." Und dass sie jetzt etwa 2,5 Kilogramm an goldenen Plaketten mit nach Hause nimmt, macht sie nicht nervös: "Das Übergepäck zahlt ja der Verband." Benteles bisherige paralympische Bilanz: elf Mal Gold, zwei Mal Silber, zwei Mal Bronze. Ob sie weitermacht? "Ich weiß es noch nicht." Höfle wurde Siebter im 10-Kilometer-Klassiker und wird seine paralympische Karriere beschließen: "Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht."
Wenige Kilometer weiter, in Whistler Creekside, wurden die Zuschauer an die dramatischen Stürze bei Olympia erinnert. Die beinamputierte Kanadierin Andrea Dziewior erwischte es in der Abfahrt heftig - die einbeinigen Skiläuferinnen erreichen auf der 2139 Meter langen Strecke mit einem Gefälle von 600 Metern Geschwindigkeiten um die 87 Kilometer je Stunde. Dziewior musste mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden - doch alles ging glimpflich ab: "Es geht allen gut, es gab keine schlimmen Verletzungen und keine Brüche", sagte Steffi Klein, Sprecherin des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC).
Braxenthaler kommentierte seinen zweiten Platz im Super-G so: "Ich habe heute Silber gewonnen, nicht Gold verloren. Nachdem ich gesehen habe, dass ich die beste Zwischenzeit hatte, war der Ärger nach dem Sturz in der Abfahrt schon da. Aber umso motivierter war ich heute." Bei seinem Sturz am Tag zuvor hatte er sich allerdings nur eine Prellung der linken Hand zugezogen. Zum Abschluss in der Super-Kombination will "Braxi" noch eine vierte Medaille, möglichst die goldene. "Alle werden mich da als Favoriten hinstellen. Aber mit einem Super-G-Lauf wie heute ist wirklich alles möglich." Debütant Thomas Nolte vom MTV Braunschweig hatte in der Abfahrt, in der Braxenthaler "überdreht" hatte, einen hervorragenden vierten Platz belegt.
Die mit Bronze dekorierte Andrea Rothfuß war froh, "dass ich lebend und heil im Ziel angekommen bin. Das war heute schon ein bisschen ein Höllenritt da runter." Sie hatte nach zweimal Silber in der Stehend-Kategorie 5,04 Sekunden Rückstand auf die Kanadierin Lauren Woolstencroft, die ihr drittes Gold holte. Dem sehbehinderten Gerd Gradwohl und Begleitläufer Karl-Heinz Vachenauer fehlten 2,17 Sekunden zur Goldmedaille, doch Gradwohl war trotzdem hellauf begeistert: "Absolut genial! Egal, ob Bronze, Silber oder Gold - für mich und den Heinzi ist es super", kommentierte er den Gewinn der Bronzemedaille.
Quelle: dpa
Duesentrieb schrieb:
am 20. März 2010 um 13:02:03
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Ssssuuuupppiiii
Einfach nur supi!!!
So macht auf jeden Fall Sport Spass bis zum absoluten Hochgenuss
Ich freue mich gerne mit; mein Freund
ist blind und leider kein Wintersprotler,
ansonsten hat er zum Beispiel im Judo mit "Normalbehinderten" demnächst
seine zweite Danprüfung.
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Preusse schrieb:
am 20. März 2010 um 12:59:19
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Paralympics
Hut ab vor diesen Sportlern,Sie sind die wahren Helden dieser Paralympis,Chapeu .
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Willi schrieb:
am 20. März 2010 um 12:46:53
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Paralympics
Vor diesen Sportlern und Betreuern kann sich der Rest dieser Gesellschaft in Deutschland ein Bespiel nehmen.
Sie meistern Ihre
Beeinträchtigung ohne zu Jammern und geben Ihren ganzen Einsatz oft neben einem Beruf und ohne den medialen Rummel für dieses Land. Solche Menschen sollten als Vorbilder der gesellschaft presentiert werden.
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