21.03.2010, 08:15 Uhr | sid
Gerd Schönfelder freut sich über seine 16. Goldmedaille bei Paralympischen Spielen. (Foto: dpa)
Zum Abschluss seiner paralympischen Karriere erlebte Gerd Schönfelder einen ganz besonderen Tag. Während seines Gold-Laufs in der Super-Kombination kam in der Heimat sein zweites Kind zur Welt. "Der kleine Leopold ist geboren. Anscheinend ist es während der Super-G-Fahrt passiert", sagte der nun erfolgreichste deutsche Paralympics-Teilnehmer. "Das ist einfach nur ein unbeschreiblicher Tag", sagte der 39-Jährige überglücklich.
Erfahren hat er es erst lange nach Ende des Laufes. "Meine Frau hat vor dem Rennen gesagt, sie geht zum Tischtennis, weil sie mich nicht ablenken wollte", meinte der 16-malige Paralympics-Sieger: "Als ich dann nach dem Rennen angerufen habe wusste sie gar nicht, wie es ausgegangen ist. Das hat mich gewundert, und dann hat sie mir gesagt, dass es noch eine Überraschung gibt.
"Schönfelder stellte durch sein 16. Gold den deutschen Rekord von Reinhild Möller ein, zudem hat er mit 22 Medaillen bei Paralympics so viele gewonnen wie kein anderer deutscher Athlet. Während der Spiele in Kanada hatte der Bayer, der im Alter von 19 Jahren bei einem Zugunglück seinen rechten Arm verlor, den nordischen Athleten Frank Höfle (20) als eifrigsten Medaillensammler abgelöst.
Derweil hat auch Martin Braxenthaler mit seinem Sieg in der Super-Kombination für einen goldenen Abschluss der Alpin-Wettbewerbe gesorgt. Mit zwölf Mal Gold geht Deutschland mit drei Siegen Vorsprung auf Russland als führendes Team des Medaillenspiegels in den letzten Tag. Braxenthaler gewann die Konkurrenz im Monoski dank eines fulminanten Slalom-Laufs. Der 38-Jährige hatte nach dem Super-G noch Rang fünf belegt, siegte letztlich aber noch mit fast drei Sekunden Vorsprung und damit bereits zum zehnten Mal bei Paralympics. Für ihn war es das dritte Gold in Vancouver.
"Der Gerd hat mit großer Coolness bewiesen, dass er die Nummer eins auf der Welt ist", meinte Braxenthaler und war auch über seine Erfolge mehr als glücklich: "Mein Gold direkt beim Start im Slalom hat wie ein Turbo gewirkt. Nun hab ich drei Gold, was will man mehr und wie will man solche tollen Spiele besser beenden?" Ob er in Sotschi noch starten wird, ließ er offen: "Ich muss das alles erst einmal sacken lassen, dann schauen wir weiter."
Derweil hat sich der Traum von der fünften Medaille im fünften Rennen in Whistler für Deutschlands Behindertensportlerin des Jahres Andrea Rothfuß nicht erfüllt. Die 20-Jährige stürzte kurz vor Ende des Super-G-Laufs. Sie hatte im Slalom und Riesenslalom jeweils Silber und in der Abfahrt und im Super-G jeweils Bronze gewonnen. "Nun sind die Spiele für mich vorbei. Es ist schade, dass ich gestürzt bin und in den letzten Tagen ist mir alles ein bisschen zu viel geworden. Insgesamt waren es aber tolle Spiele für mich", sagte Rothfuß: "Ich denke aber, dass ich es in Sotschi in vier Jahren noch besser machen kann."
Die 17 Jahre alte Anna Schaffelhuber verpasste nach ihrem großen Tag eine weitere Medaille knapp. Die Schülerin, die völlig überraschend Bronze im Super-G gewonnen hatte und danach zur deutschen Fahnenträgerin für die Abschlussfeier ernannt wurde, wurde in der sitzenden Klasse Vierte. Kevin Wermeester wurde in der stehenden Klasse 17., bei den sitzenden Athleten belegte Thomas Nolte Rang zehn, Franz Hanfstigl Platz zwölf.
Derweil hat eine vergessene Ausnahmegenehmigung hat den ersten Dopingfall in Vancouver verursacht. Der schwedische Curler Glenn Ikonen nahm das ihm nachgewiesene blutdruckhemmende Mittel seit Jahren ein. Aus gesundheitlichen Gründen hätte er eine Ausnahmegenehmigung zur Einnahme des Mittels bekommen können, hat diese aber vergessen zu beantragen. So verhinderte er, dass sich das Internationale Paralympische Komitee (IPC) nach Turin zum zweiten Mal in Folge über dopingfreie Winterspiele freuen durfte.
Gastgeber Kanada hat unterdessen im für ihn wichtigsten Wettbewerb die Medaillenränge verpasst. Das Sledgehockey-Team verlor das Spiel um Platz drei gegen Norwegen überraschend 1:2 und ging somit leer aus. Die Goldmedaille holte schließlich auch noch Kanadas Erzfeind USA durch ein 2:0 im Endspiel gegen Japan. Nach dem Sieg der Frauen und Männer bei Olympia hatte ganz Kanada vom Triple-Gold im Eishockey geträumt.
Quelle: sid
Brunner Franz Langenzenn schrieb:
am 23. März 2010 um 12:13:37
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Gerd Schönfelder
Herzlichen Glückwunsch an den symp. Sportler vom SV Kulmain in der Oberpfalz.
Eine ganze Region freut sich mit Dir
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Helga schrieb:
am 21. März 2010 um 11:54:19
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Olympia
Das sind die wahren Olympioniken, herzlichen Glückwunsch
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