02.02.2010, 20:00 Uhr
Martin Schmitt in der Qualifikation für den Wettbewerb in Klingenthal. (Foto: ddp)Im Qualifikationsdurchgang zum Weltcup-Springen im thüringischen Klingenthal machten die heimischen Adler des DSV Appetit auf den Wettkampf: Nach vierwöchiger Wettkampfpause meldete sich Vize-Weltmeister Martin Schmitt als Dritter eindrucksvoll zurück. Allerdings flog Michael Neumayer als bester Springer einer starken Mannschaft noch einen Meter weiter als Schmitt auf 135,5 Meter. Tagesbester wurde mit 137,5 Metern der Finne Harri Olli. Insgesamt landeten fünf Deutsche unter den besten 12.
Weitere fünf Deutsche schafften ebenfalls den Sprung unter die besten 40 und qualifizierten sich für das dritte Springen der mit 100.000 Euro dotierten Team-Tour.
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"Ich bin nach der langen Pause natürlich sehr zufrieden. Es besteht immer etwas Unsicherheit, weil man nicht weiß, wo man steht. Ich habe die Dinge aus dem Training sehr gut umsetzen können und bin sehr optimistisch für den Wettkampf", sagte Schmitt. Am 6. Januar hatte er im Finale der Vierschanzentournee in Bischofshofen seinen letzten Wettkampf absolviert, ehe ihn ein Erschöpfungssyndrom, ausgelöst durch das jahrelange "heranhungern" an das Wettkampfgewicht, zu einer Pause zwang. Bundestrainer Werner Schuster meinte: "Ich bin froh, dass er wieder dabei ist."
In Klingenthal bewies Schmitt zunächst, dass ihm die Pause kurz vor den Olympischen Spielen gut getan hat. Nach den Plätzen neun und zehn im Training erhielt er in der Qualifikation 119,4 Punkte für 134,5 Meter. Neumayer brachte es auf 120,4 Zähler und wurde nur von Olli (129,4) übertroffen. Neben Schmitt und Neumayer lösten Pascal Bodmer (116,0 Punkte/131,5 Meter), Tobias Bogner (111,0/127, 5), Maximilian Mechler (106,1/125,5), Andreas Wank (103,1/121,5), Felix Schoft (97,3/120,5), Severin Freund (94,2/119), Georg Späth (86,0/115), Julian Musiol (80,0/112,5) sowie der vorqualifizierte Michael Uhrmann das Ticket für das Springen.
Sven HannawaldSorge um Martin Schmitts Figur
Nachwuchsspringer Markus Eisenbichler sorgte für eine Schrecksekunde im deutschen Team. Das Talent stürzte bei seinem ersten Einsatz im Weltcup bei der Landung, schlug mit dem Kopf auf und rutschte den Hang hinunter. Nach kurzer Behandlung war Eisenbichler wieder bei Bewusstsein, musste sich aber weiteren Untersuchungen unterziehen. Stephan Leyhe verpasste als 42. ebenfalls die Qualifikation.
Schmitt hatte die ersten 14 Tage seiner Pause zur aktiven Regeneration genutzt. "Danach war ich in Chaux Neuve in Frankreich und habe auf der 90-Meter-Schanze trainiert", sagte der 32-Jährige. Etwa 40 Sprünge habe er in Frankreich geschafft, schließlich holte er sich mit Flügen auf der heimischen Großschanze in Titisee-Neustadt die Gewissheit, dass seine Form für eine Rückkehr in den Weltcup reicht. Er habe nun wieder die nötige Explosivität beim Absprung und beim Material das perfekte Setup gefunden.
In Klingenthal, eine der Lieblingsschanzen des deutschen Vorfliegers, soll es nun weit nach vorn gehen. Schmitts bisher bestes Resultat im Winter war ein zehnter Platz in Engelberg, zuletzt sprang er allerdings nicht einmal mehr in die Top 20.
Quelle: sid
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