06.02.2010, 21:15 Uhr
Das Gespräch führte Sonja Riegel
Thomas Morgenstern schaut auf Olympia in Vancouver. (Foto: imago)Bei der Olympia-Generalprobe der Skispringer in Willingen stand mit Gregor Schlierenzauer wieder mal ein Österreicher ganz oben. Der vierte Platz seines Teamkollegen Thomas Morgenstern ging im rot-weiß-roten Freudentaumel fast unter. Dabei ist Morgenstern in Vancouver Titelverteidiger: Er gewann 2006 in Turin Gold im Einzel und mit der Mannschaft. Auch in diesem Jahr zählt der Kärntner zu den erweiterten Favoriten auf die Medaillenplätze. t-online.de sprach nach dem Willinger Einzelspringen mit dem 23-Jährigen.
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Herr Morgenstern, Sie sind heute in Willingen auf Platz vier gelandet. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Ergebnis?
Ich bin sehr zufrieden. Ich habe in Willingen insgesamt fünf Sprünge auf sehr hohem Niveau gemacht. Es hat mich nur gewundert, dass der zweite Sprung heute nicht weiter ging. Der kam mir eigentlich sehr gut vor, nur unten kamen die Meter einfach nicht. Aber im Prinzip war es ein sehr guter Wettkampf. Jetzt habe ich heute den vierten Platz gemacht, den möchte ich bei Olympia natürlich nicht haben. (lacht)
Das war heute Ihr letzter Wettkampf vor den Olympischen Spielen. Mit welchem Gefühl fahren Sie nach Vancouver?
Ich fahre mit einem wunderschönen Gefühl dorthin. 2006 in Turin konnte ich ganz oben stehen, das war ein einzigartiger Moment für mich. Das hat mein Leben sehr geprägt und war ein Hammergefühl. Es ist sehr schön wieder zu Olympia zu fahren.
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Ihr Teamkollege Gregor Schlierenzauer ist derzeit in einer richtig guten Form. Wird er bei Olympia überhaupt zu schlagen sein?
Natürlich ist es ein Bonus, wenn man im Vorfeld so viel gewonnen hat und das Siegen schon kennt. Ich war in dieser Saison auch schon zwei Mal ganz oben und sieben Mal auf dem Podest. In Vancouver werden die Karten neu gemischt, es ist ein neuer Wettkampf und ich hoffe, dass wir mit unserer Mannschaft ganz vorne sein können.
Nach dem bisherigen Saisonverlauf sind Sie mit Ihrem Team der große Favorit für das Mannschaftsspringen bei Olympia. Kann Ihnen überhaupt jemand gefährlich werden?
Wie gesagt, die Karten werden jetzt neu gemischt. Und ein Teamspringen ist wieder etwas ganz anderes als ein Einzelspringen. Wie es aussieht, haben wir die stärkste Mannschaft. Wenn nichts Grobes passiert, sind wir sicher schwer zu schlagen.
Quelle: t-online.de
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